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Das schwarze Herz der guten Psychose: Anfängnis, Adieu und die ewige Liebe

I. Prolegomena: Das Schwarze als Anfang des Denkens Es gibt Erfahrungen, die das Denken nicht aufnehmen kann, ohne selbst verwandelt zu werden. Erfahrungen, die sich nicht in den Kategorien des Begriffs domestizieren lassen, weil sie dem Begriff vorausgehen – radikaler als jedes transzendentale Apriori, älter als jede ontologische Struktur. Das Leiden ist eine solche Erfahrung. … Weiterlesen …

Zwischen Modulplan und Ereignis

Ein Manuskript aus dem Warteraum Es gibt Warteräume, die sind nur Durchgang, und andere, in denen etwas geschieht, das kein Formular vorsieht. In einem solchen Warteraum beginnt dieses Manuskript. Nicht im S3-Anhang, nicht im Lehrbuch, nicht in der Legende einer neuen „Methode“, sondern dort, wo Nummern aufgerufen werden und dennoch niemand wirklich gemeint ist. Denn … Weiterlesen …

Schizophrene Wahrnehmung als Hierophanie: Eliade, Platon, Girard

Platon unterschied vier Formen des göttlichen Wahnsinns: die mantische, die mystische, die poetische, die erotische. Keine davon ist Krankheit. Alle vier sind Gaben. Das ist keine romantische Behauptung. Es ist eine historische Feststellung: Es gab Kulturen und Zeiten, in denen das, was heute unter dem Sammelbegriff Psychose verwaltet wird, in eine andere Ordnung der Bedeutung … Weiterlesen …

Das gespaltene Sein: Psychose als ontologische Erfahrung

Schizophrenie — das Wort trägt seinen Widerspruch in sich. Schizein: reißen. Phren: Geist. Gespalten also der Geist. Doch was setzt dieser Riss voraus? Einen Ausgangszustand der Ganzheit, eine ursprüngliche Integrität, die dann zerbrochen wäre. Aber hat es diesen Zustand je gegeben? Wenn nicht — dann wäre Spaltung nicht das Ende von Identität. Dann wäre sie … Weiterlesen …