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Zwischen-Zeiten

Vom alten Reich über Eurasien zum postmodernen Ab-Grund Eine sigetische Untersuchung über die Choreographie des Seins in epochalen Übergängen Mallory ereignendes.org April 2026 „Das Erschweigen ist nicht das Schweigen des Sprachlosen, sondern das Sagen des Unsagbaren — das Zögern, das dem Ereignis seinen Raum lässt.“ Martin Heidegger, Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis), GA65, §37 Prolegomena: … Weiterlesen …

Über diesen Blog

Ein Raum Zwischen Sprache und Leib Abgründigem und Vertrautem Stillem und Lautem Denken, dass Entsprechung Fragend Hört ereignendes.org ist ein Ort für philosophische Reflexionen im Spannungsfeld von Ereignis, Grenzerfahrung, Sprache, Gemeinschaft und Teilhabe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Denken dort vollzieht, wo Gewissheiten brüchig werden und Erfahrungen sich den vorhandenen Begriffen entziehen. Der … Weiterlesen …

Der Riß, der kein Rand ist

Vom Denken an der Grenze des Wissens und des Selbst Eine Mauer trennt nicht. Sie verbindet, was sie scheidet — denn ohne das Draußen wäre kein Drinnen, und das Eingeschlossene weiß von sich nur durch das, was es ausschließt. Wer die Grenze für einen Rand hält, an dem etwas aufhört, hat noch nicht bemerkt, daß … Weiterlesen …

Mutterland: Die unmögliche Heimat

Du bist / Das Wort Unbekannt / Die Not Sie erfand. Ein Gedicht über das Mutterland, das das Mutterland nicht nennen kann. Weil es schon vor dem Namen da ist. Die erste Bewegung des Gedichts: „Wir spielen / Ganz von Anfang.“ Nicht: wir beginnen von vorn. Sondern: wir spielen so, als gäbe es einen Anfang, … Weiterlesen …

Angst und Schwelle: Heidegger, Celan, Meister Eckhart

Wir schweben in Angst. Heidegger sagt das ohne Schauder. Kein Abstand, keine Warnung. Die Angst lässt uns schweben, weil sie das Seiende im Ganzen zum Entgleiten bringt. Das ist keine Katastrophe. Das ist eine Weise des Erschlossenseins. Die Angst, von der Heidegger spricht, ist nicht die Angst vor etwas. Die Furcht hat ein Objekt — … Weiterlesen …

Advent und Feuer: Chronos, Kairos und der andere Anfang

Das Feuer brennt ewig. Der Advent endet. Können beide Recht haben? Heraklit sagt: Das Feuer brennt nach Maßen — geordnet durch den Logos, dem alles gehorcht und das doch die Wenigsten hören. Das Feuer ist kein Anfang und kein Ende. Es ist die Bewegung selbst: immer wandelnd, immer dieselbe, immer jetzt. Wer das Feuer löscht, … Weiterlesen …

Das Mehr als Zwischenraum: Identität, Bewusstsein und das Unverfügbare

Das Gehirn denkt. Aber wer denkt, wenn das Gehirn denkt? Die Frage klingt naiv. Sie ist es nicht. Supervenienz beschreibt eine Abhängigkeitsbeziehung zwischen mentalen und physischen Eigenschaften: Keine Veränderung im Mentalen ohne Veränderung im Physischen. Das klingt nach einer Lösung des Leib-Seele-Problems. Es ist die Präzisierung seiner Tiefe. Denn die Supervenienz konstatiert nur, dass die … Weiterlesen …

Winke statt System: Blumenberg, Heidegger und das Ende der Metaphysik

Ein Denken, das sich selbst nicht systematisieren lässt, entzieht sich dem, was es beschreibt. Das ist kein Fehler. Es ist die Bedingung. Blumenberg beginnt mit einer Diagnose, die nüchtern klingt und es nicht ist: Moderne Technik ist Reaktion auf einen Ordnungsschwund — auf den Verlust selbstverständlicher kosmischer und theologischer Sicherheiten. Der Mensch wird in die … Weiterlesen …

Liebend schweigend: Über die Unmöglichkeit, Liebe zu sagen

Wer Liebe sagt, hat sie schon verfehlt. Wer schweigt, ist vielleicht näher dran. Aber auch das ist falsch — denn auch das Schweigen kann lügen. Zwei Menschen sitzen nebeneinander. Seit einer Stunde kein Wort. Nicht weil nichts gesagt werden könnte. Weil jedes Wort das Falsche wäre. Die Sprache, die für anderes ausreicht — für Absprachen, … Weiterlesen …