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Der Blitz, die Stimme und die Ankunft – über Verstummen, Schweigen und Behandlung 

Der Blitz steuert das All, sagt Heraklit. Und dann: sechshundert Impulse links, sechshundert rechts, werktäglich, drei Wochen lang, in Tübingen, Augsburg, München, Düsseldorf, Ulm, Heidelberg, Rostock.  Das ist keine Ironie. Das ist die Lage.  Etwas wird gegeben, was lange nicht gegeben war. Menschen, die seit zwölf Jahren Stimmen hören und auf Clozapin nicht ansprechen, bekommen … Weiterlesen …

Zwischen Antlitz und Abgrund – Eine philosophische Meditation über Recht, Leid und die Grenzen des Menschlichen

In den Zwischenräumen unseres moralischen Bewusstseins – dort, wo Recht und Unrecht ineinander übergehen wie Licht und Schatten am Horizont der Dämmerung – entfaltet sich eine der grundlegendsten Fragen menschlicher Existenz: Was legitimiert das Recht, und wo verlaufen die Grenzen unserer Verantwortung gegenüber dem Anderen? Diese Meditation nähert sich dieser Frage nicht als abstrakte Überlegung, … Weiterlesen …

Das Ereignis der moralischen Verantwortung

EINE PHÄNOMENOLOGISCHE BESINNUNG AUF DIE ENTWICKLUNG DES ETHISCHEN BEWUSSTSEIN ZUR ERÖFFNUNG: DAS DENKEN VOR DEM ANSPRUCH DES ANDEREN In der Gelassenheit des Denkens, das sich dem Ereignis der Wahrheit öffnet, zeigt sich die moralische Entwicklung nicht als bloße Stufenfolge kognitiver Reifung, sondern als ursprüngliche Erschließung jener Verantwortung, die dem Ich vom Antlitz des Anderen herzukommt. … Weiterlesen …

Die Wunde der Zeichen

Die Erfahrung belehrt uns, dass die Sprache nicht in ihrer Unschuld verweilt. Das Gesetz – Lacans Nom du père, der Name des Vaters – fällt auf uns herab. Sprache wird zur Zuschreibung, zur Markierung, zur Grenzziehung. In ihrer kältesten Konsequenz verwandelt sie sich in jenes Verwaltungsinstrument, das Menschen in Raster, Profile und Nummern presst. Wo … Weiterlesen …

Die Hand, die das Antlitz nicht hält

Zur Vorgängigkeit des Politischen — ein Essay nach Levinas, Rosenzweig und Heidegger »wer spricht, Geschwisterkind, der redet zu niemand, der spricht, weil niemand ihn hört, niemand und Niemand, und dann sagt er, er und nicht sein Mund und nicht seine Zunge, sagt er und nur er: Hörst du?« — Paul Celan, Gespräch im Gebirg (1959) … Weiterlesen …

Hüten, dass das Herz schont

Es beginnt auf einer Wiese. Ein Kind, ein paar Kühe, ein Himmel, der noch nicht nach Wetter‑Apps fragt. In Griffweite könnte ein Stock liegen, aber die Hand bleibt leer. Das Hüten lernt den Ton, nicht den Schlag; das Dabeibleiben, nicht das Durchsetzen. Später wird man dieses Früher „Erziehung“ nennen, vielleicht „Glück“, vielleicht „Naivität“. Aber ehe … Weiterlesen …

Über diesen Blog

Ein Raum Zwischen Sprache und Leib Abgründigem und Vertrautem Stillem und Lautem Denken, dass Entsprechung Fragend Hört ereignendes.org ist ein Ort für philosophische Reflexionen im Spannungsfeld von Ereignis, Grenzerfahrung, Sprache, Gemeinschaft und Teilhabe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Denken dort vollzieht, wo Gewissheiten brüchig werden und Erfahrungen sich den vorhandenen Begriffen entziehen. Der … Weiterlesen …

Zwischen Modulplan und Ereignis

Ein Manuskript aus dem Warteraum Es gibt Warteräume, die sind nur Durchgang, und andere, in denen etwas geschieht, das kein Formular vorsieht. In einem solchen Warteraum beginnt dieses Manuskript. Nicht im S3-Anhang, nicht im Lehrbuch, nicht in der Legende einer neuen „Methode“, sondern dort, wo Nummern aufgerufen werden und dennoch niemand wirklich gemeint ist. Denn … Weiterlesen …

Resilienz im Wink

Zwischen Statistik und Stille Vom Recht, das die Wunde nicht sehen kann ereignendes.org · April 2026 Vorrede ein Gedicht Ein Ort, die Welt schweigt. Nichts, dass All Es, ist. Es, dass sich nicht zählen lässt. Hier sitzen Menschen, das Leben zerbrochen Die Statistik nennt sie Fälle. Die Medien nennen sie Geschichten. Der Rechtsstaat nennt sie … Weiterlesen …

Schizophrene Wahrnehmung als Hierophanie: Eliade, Platon, Girard

Platon unterschied vier Formen des göttlichen Wahnsinns: die mantische, die mystische, die poetische, die erotische. Keine davon ist Krankheit. Alle vier sind Gaben. Das ist keine romantische Behauptung. Es ist eine historische Feststellung: Es gab Kulturen und Zeiten, in denen das, was heute unter dem Sammelbegriff Psychose verwaltet wird, in eine andere Ordnung der Bedeutung … Weiterlesen …