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Unvernunft – Das Gedicht und seine Auslegung

Es ist kein Tag, und der Nacht geschieht keine Wende, die meine Hände in die Nähe Gottes legt. Nicht: kein Licht. Nicht: kein Ausweg. Genauer: keine Wende. Das ist der Einschnitt. Die Nacht, die bleibt, wäre noch auszuhalten. Die Nacht, der nichts geschieht — das ist etwas anderes. Wende lädt sich im Gedicht auf — … Weiterlesen …

Wenn Liebe ewig schweigt: Das Er-schweigen als Liebesform

Als „Nein“ — wäre es geschmolzen. Als „Ja“ — Nie Gewesen. Dieser Satz ist kein Paradoxon zur Illustration. Er ist eine Erfahrung, die jeden Sprachakt übersteigt — die Erfahrung, dass die Liebe genau dort zerstört wird, wo man sie benennt. Totenstill, klar Dein Blick / zurückgekehrt, der Heimat / Nacken, verbeugt, wo sanft / streicht … Weiterlesen …

Liebend schweigend: Über die Unmöglichkeit, Liebe zu sagen

Wer Liebe sagt, hat sie schon verfehlt. Wer schweigt, ist vielleicht näher dran. Aber auch das ist falsch — denn auch das Schweigen kann lügen. Zwei Menschen sitzen nebeneinander. Seit einer Stunde kein Wort. Nicht weil nichts gesagt werden könnte. Weil jedes Wort das Falsche wäre. Die Sprache, die für anderes ausreicht — für Absprachen, … Weiterlesen …