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Die Wunde der Zeichen

Die Erfahrung belehrt uns, dass die Sprache nicht in ihrer Unschuld verweilt. Das Gesetz – Lacans Nom du père, der Name des Vaters – fällt auf uns herab. Sprache wird zur Zuschreibung, zur Markierung, zur Grenzziehung. In ihrer kältesten Konsequenz verwandelt sie sich in jenes Verwaltungsinstrument, das Menschen in Raster, Profile und Nummern presst. Wo … Weiterlesen …

Gegengift — ein Triptychon

Drei Weisen, vor einem Gedicht zu stehen: Einfassung · Dank · Prüfung Dann entziffere die Schrift sie ist das Gegengift für Nichts! Ein Gedicht lässt sich nicht ein einziges Mal lesen, wenn es einem am Herzen liegt. Vor Gegengift — dem Gedicht, das mit einer Verbannung anhebt und auf das Nichts hin endet — stehen … Weiterlesen …

Der Riß, der kein Rand ist

Vom Denken an der Grenze des Wissens und des Selbst Eine Mauer trennt nicht. Sie verbindet, was sie scheidet — denn ohne das Draußen wäre kein Drinnen, und das Eingeschlossene weiß von sich nur durch das, was es ausschließt. Wer die Grenze für einen Rand hält, an dem etwas aufhört, hat noch nicht bemerkt, daß … Weiterlesen …