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Der erste letzte Blitz — oder: Das ewige Herz erwacht nur einmal

Es gibt Augenblicke, die nicht wiederkommen. Nicht weil die Zeit sie verschluckt, sondern weil sie aus einer anderen Ordnung stammen als die Zeit selbst. Augenblicke, in denen das Dasein — dieses beharrlich sich selbst umkreisende, sich selbst verwaltende, sich selbst erklärende Dasein — plötzlich stillhält. Nicht aus Erschöpfung. Sondern weil ihm etwas begegnet, dem gegenüber … Weiterlesen …

Die grüne Geste und der Wink

Ein Essay zur Technik, zum Bestand und zum Möglichen Die Gegenwart liebt ihre Güte im Modus der Ware. Elektroautos, grün gelabelte Fonds, Bio-Brot neben Biosprit – es ist, als ließe sich die Sorge um die Welt an der Kasse abrechnen, quittiert durch ein Siegel, das Verantwortung verspricht. Was als wichtig gilt, entscheidet sich im Takt … Weiterlesen …

Unvernunft – Das Gedicht und seine Auslegung

Es ist kein Tag, und der Nacht geschieht keine Wende, die meine Hände in die Nähe Gottes legt. Nicht: kein Licht. Nicht: kein Ausweg. Genauer: keine Wende. Das ist der Einschnitt. Die Nacht, die bleibt, wäre noch auszuhalten. Die Nacht, der nichts geschieht — das ist etwas anderes. Wende lädt sich im Gedicht auf — … Weiterlesen …

Hüten, dass das Herz schont

Es beginnt auf einer Wiese. Ein Kind, ein paar Kühe, ein Himmel, der noch nicht nach Wetter‑Apps fragt. In Griffweite könnte ein Stock liegen, aber die Hand bleibt leer. Das Hüten lernt den Ton, nicht den Schlag; das Dabeibleiben, nicht das Durchsetzen. Später wird man dieses Früher „Erziehung“ nennen, vielleicht „Glück“, vielleicht „Naivität“. Aber ehe … Weiterlesen …

Eröffnungsrätsel

Ereignis und Erlösung – oder: Vom Blitz, der im Entzug west Es ist kein Tag, und der Nacht geschieht keine Wende – und doch: zwischen beiden schlägt ein Blitz ein, der weder Licht noch Finsternis heißt, sondern beides zugleich er-eignet und ent-eignet. So beginnt kein Gespräch über „Ereignis“ und „Erlösung“, als wären sie Begriffe, die … Weiterlesen …

Das schwarze Herz der guten Psychose: Anfängnis, Adieu und die ewige Liebe

I. Prolegomena: Das Schwarze als Anfang des Denkens Es gibt Erfahrungen, die das Denken nicht aufnehmen kann, ohne selbst verwandelt zu werden. Erfahrungen, die sich nicht in den Kategorien des Begriffs domestizieren lassen, weil sie dem Begriff vorausgehen – radikaler als jedes transzendentale Apriori, älter als jede ontologische Struktur. Das Leiden ist eine solche Erfahrung. … Weiterlesen …

Physis Vibrancy

Vom Wink, der bleibt Ein Essay Es gibt Worte, die man nicht macht. Sie kommen, wenn sie kommen, und treffen, wenn sie treffen. Physis Vibrancy ist ein solches Wort. Es war zuerst nicht in der Philosophie. Es war im Klang. Our Vibrancy — so hießen die Aufnahmen, lange bevor das Wort zum Begriff wurde. Musik … Weiterlesen …

Zwischen Modulplan und Ereignis

Ein Manuskript aus dem Warteraum Es gibt Warteräume, die sind nur Durchgang, und andere, in denen etwas geschieht, das kein Formular vorsieht. In einem solchen Warteraum beginnt dieses Manuskript. Nicht im S3-Anhang, nicht im Lehrbuch, nicht in der Legende einer neuen „Methode“, sondern dort, wo Nummern aufgerufen werden und dennoch niemand wirklich gemeint ist. Denn … Weiterlesen …

Eint und bindet — der Riss, der hält

Liebe ist Wahrheit Wahrheit ist Gott Gott ist der Weg Der Uns Eint und bindet Die stärkste Stelle dieses Spruchs ist die, an der er bricht. Nicht trotz des Bruchs hält er, sondern in ihm. Wer ihn liest, liest abwärts, Sprosse um Sprosse, als sei jedes »ist« eine Stufe, die zur nächsten trägt — und … Weiterlesen …

Resilienz im Wink

Zwischen Statistik und Stille Vom Recht, das die Wunde nicht sehen kann ereignendes.org · April 2026 Vorrede ein Gedicht Ein Ort, die Welt schweigt. Nichts, dass All Es, ist. Es, dass sich nicht zählen lässt. Hier sitzen Menschen, das Leben zerbrochen Die Statistik nennt sie Fälle. Die Medien nennen sie Geschichten. Der Rechtsstaat nennt sie … Weiterlesen …