ereignendes.org

Mutterland: Die unmögliche Heimat

Du bist / Das Wort Unbekannt / Die Not Sie erfand. Ein Gedicht über das Mutterland, das das Mutterland nicht nennen kann. Weil es schon vor dem Namen da ist. Die erste Bewegung des Gedichts: „Wir spielen / Ganz von Anfang.“ Nicht: wir beginnen von vorn. Sondern: wir spielen so, als gäbe es einen Anfang, … Weiterlesen …

Angst und Schwelle: Heidegger, Celan, Meister Eckhart

Wir schweben in Angst. Heidegger sagt das ohne Schauder. Kein Abstand, keine Warnung. Die Angst lässt uns schweben, weil sie das Seiende im Ganzen zum Entgleiten bringt. Das ist keine Katastrophe. Das ist eine Weise des Erschlossenseins. Die Angst, von der Heidegger spricht, ist nicht die Angst vor etwas. Die Furcht hat ein Objekt — … Weiterlesen …

Advent und Feuer: Chronos, Kairos und der andere Anfang

Das Feuer brennt ewig. Der Advent endet. Können beide Recht haben? Heraklit sagt: Das Feuer brennt nach Maßen — geordnet durch den Logos, dem alles gehorcht und das doch die Wenigsten hören. Das Feuer ist kein Anfang und kein Ende. Es ist die Bewegung selbst: immer wandelnd, immer dieselbe, immer jetzt. Wer das Feuer löscht, … Weiterlesen …

Winke statt System: Blumenberg, Heidegger und das Ende der Metaphysik

Ein Denken, das sich selbst nicht systematisieren lässt, entzieht sich dem, was es beschreibt. Das ist kein Fehler. Es ist die Bedingung. Blumenberg beginnt mit einer Diagnose, die nüchtern klingt und es nicht ist: Moderne Technik ist Reaktion auf einen Ordnungsschwund — auf den Verlust selbstverständlicher kosmischer und theologischer Sicherheiten. Der Mensch wird in die … Weiterlesen …

Die Wunde der Nicht‑Anerkennung

Werkstatt, Gestell und der Versuch einer er-eignenden Zertifizierung Es gibt Systeme, die so reibungslos funktionieren, dass sie gerade darin scheitern. — Die Werkstatt rechnet sich. Der Mensch bleibt arm. Das ist keine Anklage. Es ist eine Beschreibung, und sie hält beide Hälften aus. Eine Sozialbilanz, die das Institut xit gemeinsam mit Bernd Halfar im Auftrag … Weiterlesen …

Die Praxis der Freiheit: Wenn Foucault Heidegger trifft

Foucault sagte: Freiheit ist eine Praxis. Heidegger sagte: Freiheit ist das Geschehen der Wahrheit. Beide meinten: Freiheit ist nicht, was man hat — sondern was mit einem geschieht. Das klingt nach Einigkeit. Es ist keine. Foucault meinte: Man muss etwas tun. Üben, formen, sich führen — täglich, konkret, gegen die Kräfte, die einen in Formen … Weiterlesen …

Das gespaltene Sein: Psychose als ontologische Erfahrung

Schizophrenie — das Wort trägt seinen Widerspruch in sich. Schizein: reißen. Phren: Geist. Gespalten also der Geist. Doch was setzt dieser Riss voraus? Einen Ausgangszustand der Ganzheit, eine ursprüngliche Integrität, die dann zerbrochen wäre. Aber hat es diesen Zustand je gegeben? Wenn nicht — dann wäre Spaltung nicht das Ende von Identität. Dann wäre sie … Weiterlesen …