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Zwischen Antlitz und Abgrund – Eine philosophische Meditation über Recht, Leid und die Grenzen des Menschlichen

In den Zwischenräumen unseres moralischen Bewusstseins – dort, wo Recht und Unrecht ineinander übergehen wie Licht und Schatten am Horizont der Dämmerung – entfaltet sich eine der grundlegendsten Fragen menschlicher Existenz: Was legitimiert das Recht, und wo verlaufen die Grenzen unserer Verantwortung gegenüber dem Anderen? Diese Meditation nähert sich dieser Frage nicht als abstrakte Überlegung, … Weiterlesen …

Das Atelier der Geisterschwäne

I. Der Text Atelier der Geisterschwäne Schmerz, den ich ersehneschwärzestesund weiße Geisterschwänesingen, mit Silberklingenan ihren Schwingendies Lied, wieschwärzestesund weisestes geschieht: Erwähne uns nichtvor GottEr belegte uns nur mit Spottund Hohnim Mohngelageschwärzestes Gerichtalte SageFrage nicht! Singe Ihnen,dass hier auf Erdenschwärzestesaufweisestes mussErben,musswerden,dienenden Schwänensehnen nachihremSingen, sodas Leben Siemussdurchdringen schlafe im MohnaufSilberklingen Wer? muss sterbenmuss verderbenderSchwänegedankenlosenGesangdenhörten Wirim Untergang Ich?muss … Weiterlesen …

Die Wunde der Zeichen

Die Erfahrung belehrt uns, dass die Sprache nicht in ihrer Unschuld verweilt. Das Gesetz – Lacans Nom du père, der Name des Vaters – fällt auf uns herab. Sprache wird zur Zuschreibung, zur Markierung, zur Grenzziehung. In ihrer kältesten Konsequenz verwandelt sie sich in jenes Verwaltungsinstrument, das Menschen in Raster, Profile und Nummern presst. Wo … Weiterlesen …

Unvernunft – Das Gedicht und seine Auslegung

Es ist kein Tag, und der Nacht geschieht keine Wende, die meine Hände in die Nähe Gottes legt. Nicht: kein Licht. Nicht: kein Ausweg. Genauer: keine Wende. Das ist der Einschnitt. Die Nacht, die bleibt, wäre noch auszuhalten. Die Nacht, der nichts geschieht — das ist etwas anderes. Wende lädt sich im Gedicht auf — … Weiterlesen …

Gegengift — ein Triptychon

Drei Weisen, vor einem Gedicht zu stehen: Einfassung · Dank · Prüfung Dann entziffere die Schrift sie ist das Gegengift für Nichts! Ein Gedicht lässt sich nicht ein einziges Mal lesen, wenn es einem am Herzen liegt. Vor Gegengift — dem Gedicht, das mit einer Verbannung anhebt und auf das Nichts hin endet — stehen … Weiterlesen …

Liebend schweigend: Über die Unmöglichkeit, Liebe zu sagen

Wer Liebe sagt, hat sie schon verfehlt. Wer schweigt, ist vielleicht näher dran. Aber auch das ist falsch — denn auch das Schweigen kann lügen. Zwei Menschen sitzen nebeneinander. Seit einer Stunde kein Wort. Nicht weil nichts gesagt werden könnte. Weil jedes Wort das Falsche wäre. Die Sprache, die für anderes ausreicht — für Absprachen, … Weiterlesen …