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Advent und Feuer: Chronos, Kairos und der andere Anfang

Das Feuer brennt ewig. Der Advent endet. Können beide Recht haben? Heraklit sagt: Das Feuer brennt nach Maßen — geordnet durch den Logos, dem alles gehorcht und das doch die Wenigsten hören. Das Feuer ist kein Anfang und kein Ende. Es ist die Bewegung selbst: immer wandelnd, immer dieselbe, immer jetzt. Wer das Feuer löscht, … Weiterlesen …

Wenn Liebe ewig schweigt: Das Er-schweigen als Liebesform

Als „Nein“ — wäre es geschmolzen. Als „Ja“ — Nie Gewesen. Dieser Satz ist kein Paradoxon zur Illustration. Er ist eine Erfahrung, die jeden Sprachakt übersteigt — die Erfahrung, dass die Liebe genau dort zerstört wird, wo man sie benennt. Totenstill, klar Dein Blick / zurückgekehrt, der Heimat / Nacken, verbeugt, wo sanft / streicht … Weiterlesen …

Das Mehr als Zwischenraum: Identität, Bewusstsein und das Unverfügbare

Das Gehirn denkt. Aber wer denkt, wenn das Gehirn denkt? Die Frage klingt naiv. Sie ist es nicht. Supervenienz beschreibt eine Abhängigkeitsbeziehung zwischen mentalen und physischen Eigenschaften: Keine Veränderung im Mentalen ohne Veränderung im Physischen. Das klingt nach einer Lösung des Leib-Seele-Problems. Es ist die Präzisierung seiner Tiefe. Denn die Supervenienz konstatiert nur, dass die … Weiterlesen …

Winke statt System: Blumenberg, Heidegger und das Ende der Metaphysik

Ein Denken, das sich selbst nicht systematisieren lässt, entzieht sich dem, was es beschreibt. Das ist kein Fehler. Es ist die Bedingung. Blumenberg beginnt mit einer Diagnose, die nüchtern klingt und es nicht ist: Moderne Technik ist Reaktion auf einen Ordnungsschwund — auf den Verlust selbstverständlicher kosmischer und theologischer Sicherheiten. Der Mensch wird in die … Weiterlesen …

Zwischen Ja und Nein: Das Totenmeer

Eine Verdichtung und Exegese von Wilhelm Heys „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“ wo sind sie All zu sehen, wer wollte Sie erahnen,wer nennt uns Ihre Bahnen, wem gaben Sie denNamen, Ihm und Ihrem Glanz zu dienen, Neinund Ja zu raten, einzufassen und zu setzenMorgen und Abend, Tag und Nacht, Ewig Esnicht zu Sein, Seiendes … Weiterlesen …

Die Wunde der Nicht‑Anerkennung

Werkstatt, Gestell und der Versuch einer er-eignenden Zertifizierung Es gibt Systeme, die so reibungslos funktionieren, dass sie gerade darin scheitern. — Die Werkstatt rechnet sich. Der Mensch bleibt arm. Das ist keine Anklage. Es ist eine Beschreibung, und sie hält beide Hälften aus. Eine Sozialbilanz, die das Institut xit gemeinsam mit Bernd Halfar im Auftrag … Weiterlesen …

Liebend schweigend: Über die Unmöglichkeit, Liebe zu sagen

Wer Liebe sagt, hat sie schon verfehlt. Wer schweigt, ist vielleicht näher dran. Aber auch das ist falsch — denn auch das Schweigen kann lügen. Zwei Menschen sitzen nebeneinander. Seit einer Stunde kein Wort. Nicht weil nichts gesagt werden könnte. Weil jedes Wort das Falsche wäre. Die Sprache, die für anderes ausreicht — für Absprachen, … Weiterlesen …