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Der Riß, der kein Rand ist

Vom Denken an der Grenze des Wissens und des Selbst Eine Mauer trennt nicht. Sie verbindet, was sie scheidet — denn ohne das Draußen wäre kein Drinnen, und das Eingeschlossene weiß von sich nur durch das, was es ausschließt. Wer die Grenze für einen Rand hält, an dem etwas aufhört, hat noch nicht bemerkt, daß … Weiterlesen …

Eint und bindet — der Riss, der hält

Liebe ist Wahrheit Wahrheit ist Gott Gott ist der Weg Der Uns Eint und bindet Die stärkste Stelle dieses Spruchs ist die, an der er bricht. Nicht trotz des Bruchs hält er, sondern in ihm. Wer ihn liest, liest abwärts, Sprosse um Sprosse, als sei jedes »ist« eine Stufe, die zur nächsten trägt — und … Weiterlesen …

Resilienz im Wink

Zwischen Statistik und Stille Vom Recht, das die Wunde nicht sehen kann ereignendes.org · April 2026 Vorrede ein Gedicht Ein Ort, die Welt schweigt. Nichts, dass All Es, ist. Es, dass sich nicht zählen lässt. Hier sitzen Menschen, das Leben zerbrochen Die Statistik nennt sie Fälle. Die Medien nennen sie Geschichten. Der Rechtsstaat nennt sie … Weiterlesen …

Schizophrene Wahrnehmung als Hierophanie: Eliade, Platon, Girard

Platon unterschied vier Formen des göttlichen Wahnsinns: die mantische, die mystische, die poetische, die erotische. Keine davon ist Krankheit. Alle vier sind Gaben. Das ist keine romantische Behauptung. Es ist eine historische Feststellung: Es gab Kulturen und Zeiten, in denen das, was heute unter dem Sammelbegriff Psychose verwaltet wird, in eine andere Ordnung der Bedeutung … Weiterlesen …

Mutterland: Die unmögliche Heimat

Du bist / Das Wort Unbekannt / Die Not Sie erfand. Ein Gedicht über das Mutterland, das das Mutterland nicht nennen kann. Weil es schon vor dem Namen da ist. Die erste Bewegung des Gedichts: „Wir spielen / Ganz von Anfang.“ Nicht: wir beginnen von vorn. Sondern: wir spielen so, als gäbe es einen Anfang, … Weiterlesen …

Angst und Schwelle: Heidegger, Celan, Meister Eckhart

Wir schweben in Angst. Heidegger sagt das ohne Schauder. Kein Abstand, keine Warnung. Die Angst lässt uns schweben, weil sie das Seiende im Ganzen zum Entgleiten bringt. Das ist keine Katastrophe. Das ist eine Weise des Erschlossenseins. Die Angst, von der Heidegger spricht, ist nicht die Angst vor etwas. Die Furcht hat ein Objekt — … Weiterlesen …